FREIE PLÄTZE: Auf Anfrage

Unser Pädagogisches Konzept

Frühkindliche Bildung sowie Förderung

Als Tagespflegepersonen haben wir folgende Aufgaben laut dem Kinder- und Jugendhilfegesetz §22 zu leisten:

  • Die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern.
  • Die Erziehung und Bildung in der Familie zu unterstützen und zu ergänzen.
  • Den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können.

Und dann braucht man ja auch noch Zeit, einfach nur dazusitzen und vor sich hinzuschauen

Wir wollen all unseren Tageskindern sehr viel Zeit schenken.

  • Zeit zum Wachsen
  • Zeit zum Lernen
  • Zeit zum Spielen
  • Zeit zum Entwickeln

Und alle Zeit welche sie brauchen um glücklich zu sein. Wir möchten Ihr Kind da abholen, wo es in seiner Entwicklung gerade steht, denn jedes Kind ist individuell und hat sein eigenes Tempo. Die Kinder dürfen bei uns sehr viel Zeit im Freispiel verbringen. Hier können wir, aufgrund von Beobachtungen sehen, welche Förderung Ihr Kind braucht oder welchen Entwicklungsschritt es gerade macht.

Ihr KInd wird motorisch, sprachlich, sozial- emotional und zur Selbstständigkeit gefördert - aber nicht überfordert.

Wir haben viele Spielsachen welche die Fein- bzw. die Grobmotorik fördern, z.B Fädelspiele, Puzzles oder Balancierbord, Hüpfmatratze, Schüttspiele und vielen mehr.

Wir gehen täglich mit den Kindern nach draußen, denn Bewegung ist gesund, wir laufen auf unebenen Wegen und spielen auf Spielplätzen mit Sand, klettern, schaukeln und rutschen.

Wir balancieren, hüpfen und springen auch in Regenpfützen, wir entdecken die Natur, die verschiedenen Jahreszeiten mit all unseren Sinnen. Wir sammeln Naturschätze und basteln damit, wir malen mit Fingerfarben oder Stiften und kneten. So wird die Feinmotorik und die Muskulatur der Hände bzw. Finger gefördert.

Wir kochen gemeinsam und probieren unser Werk, wir gestalten uns den Alltag mit all den vielen Aufgaben gemeinsam, jedes Kind darf mithelfen und tätig sein. Wir decken gemeinsam den Tisch und jedes KInd darf alleine und soviel essen wie es mag.

Die KInder dürfen sich alleine am Kinderwaschtisch die Hände waschen oder auch schon ihre eigenen Schuhe an- und ausziehen. So fördern wir die Selbstständigkeit bei Ihrem Kind. Ältere Kinder dürfen den jüngeren Kindern helfen, so wird die Gemeinschaft gestärkt und auch das Selbstbewusstsein.

Die Kinder werden durch Lob und nette Worte in unsicheren Situationen bestärkt, dies gibt Ihnen Vertrauen und Sicherheit.

"Welchen Tag haben wir?" fragte Pooh. "Es ist heute" quickte Ferkel. "Mein Lieblingstag" sagte Pooh.

Sprachlich fördern wir Ihr Kind, in dem wir den Tag und all die Tätigkeiten sprachlich begleiten.

Wir singen viel und tanzen zu Bewegungsliedern, so wird die Koordination von Bewegung und Sprache gelernt. Den Kindern macht es Spaß und der Wortschatz wird erweitert.

Wir lesen viele Bücher und schauen uns Bilderbücher an. Ebenso wenden wir die Erzählsäckchen und Erzählsteine an, welche von den Kindern sehr gut angenommen werden. So lernen die Kinder vielen neue Wörter und fangen selbst an kleine Geschichten anhand der Figuren und Formen zu erzählen.

Wir sagen Reime auf und bei Situationswechseln singen wir ein Lied um die nächste Tätigkeit anzukündigen. So entwickeln sich Rituale, welche Ihrem Kind Sicherheit und Verlässlichkeit signalisieren. Ihr Kind soll sich bei uns geborgen fühlen. Es darf seine Emotionen zeigen und auch leben, wir versuchen durch das Spiegeln verschiedener Verhalten Ihrem Kind die Gefühlsebenen zu erklären, damit es diese einordnen kann.

Wir lernen zu teilen und zu tauschen, wir nehmen Rücksicht aufeinander und respektieren unseren Nächsten. Durch kleine Rollenspiele wird die Emotionale Entwicklung weiter gefördert. Wir spielen zb. in der Kinderküche und ahmen somit die Erwachsenen nach.

Auch spielen wir mit Handpuppen, die Kinder kommen mit den Puppen in Kommunikation und lassen ihrer Phantasie freien Lauf.

Wir handeln bedürfnissorientiert. Wir möchten mit Ihrem Kind eine Beziehung gestalten, wollen zuhören, Zeit haben, antworten und ganz für es da sein.

Wir machen uns gemeinsam bereit fürs Abenteurer - die Eingewöhnung

Eine stabile Beziehung braucht Zeit, aus diesem Grund ist es sehr wichtig sich für die Eingewöhnung Zeit und Ruhe zu nehmen.

Gerne treffen wir uns bereits nach dem ersten Kennenlernen, d.h. schon einige Zeit bevor wir die tatsächliche Eingewöhnung starten, mit der Familie.

Bei diesen Treffen lernen wir uns schon gegenseitig kennen, wir erzählen viel und knüpfen erste Vertrauensbänder. Wir als Tageseltern benötigen zu dem Kind und auch zu den Eltern einen sehr guten Draht. Das bedeutet, wenn die Eltern Vertrauen und Zuversicht in unsere pflegerischen und erzieherische Arbeit und die damit verbundene Qualität haben, erst dann können die Eltern ohne Angst loslassen.

Dieses Loslassen der Eltern ist immens wichtig auch für Ihr Kind, das Kind wird spüren das die Eltern und die Tageseltern das gleiche Ziel haben und es wird sich in Sicherheit und Geborgenheit wissen.

Der Übergang in die Kindertagespflege bedeutet für ein Kind Stress und soll deshalb nicht ohne eine Bezugsperson erfolgen. Während der Eingewöhnung (Tag 1-3) lernt das Kind den Tagesablauf, die Kinder und Erwachsenen, Räume, Materialien und Spielmöglichkeiten kennen.

Wir werden den Kontakt zum Kind suchen und uns immer mehr anbieten mit ihm zu spielen oder bei etwas zu helfen.

In dieser Phase soll die Bezugsperson durch seine Anwesenheit dem Kind Sicherheit geben.

Ab dem 4. Tag begibt sich die Bezugsperson in die passive Phase, d.h. wir übernehmen die gesamte Interaktion mit dem Kind. Die Bezugsperson greift nur ein, wenn das Kind uns als Tageseltern noch nicht akzeptiert.

An diesem Tag wird die erste „kurze“ Trennung durchgeführt, d.h. die Bezugsperson verabschiedet sich von dem Kind und verlässt das Kinderkörbchen für eine halbe Stunde. Sie bleiben jedoch in der Nähe, damit Sie bei Bedarf gleich wieder da sein könnten. Die Reaktion Ihres Kindes auf diese erste Trennung entscheidet über die Dauer der Eingewöhnungszeit. Die innere Bereitschaft eines Kindes eine Bindung mit den Tagespflegepersonen einzugehen ist von Kind zu Kind verschieden.

Das wichtigste bei der Trennung ist, dass sich das Kind von uns trösten und beruhigen lässt. Wenn der Weggang der Bezugsperson das Kind nicht allzu sehr irritiert kann die Zeit der Trennung immer weiter ausgedehnt werden.

In der Regel dauert eine Eingewöhnung bis zu zwei Wochen. Es gibt natürlich auch Kinder die schneller oder langsamer eingewöhnt werden.

Nach gelungener Eingewöhnung schließen wir mit den Eltern gemeinsam den Betreuungsvertag ab.

Rituale, Feste und Geburtstage

Rituale geben Halt, Orientierung und Sicherheit. Als Ritual bezeichnen wir bewusst wiederholte Vorgehensweisen im Alltag. Mit ihrer Hilfe lässt sich das Leben und besonders der Alltag mit Kindern bewusster gestalten. Rituale leben von der Wiederholung, sie rhythmisieren Zeit und schaffen dadurch Struktur und Raum. Kinder wünschen sich Wiederkehrendes. Das gibt ihnen Sicherheit. Außerdem prägen Gewohnheiten aus der Kindheit das ganze spätere Leben.

Folgende Rituale sind uns wichtig:

  • Morgendliches Abschiedsritual von den Eltern z.B. feste Umarmung und dann winken am Fenster.
  • Begrüßungsritualin Form eines Morgenkreises, es wird gesungen.
  • Mittagsessen Wir decken gemeinsam den Tisch und räumen gemeinsam ab.
  • Mittagsschläfchenwir gehen gemeinsam nach dem Mittagessen schlafen oder ruhen uns aus.
  • Abschiedsritual von den Tageseltern und den anderen Tageskindern – bevor die  Abholzeit beginnt singen wir unser Abschiedslied (Alle Leute, alle Leute gehen nach Haus)

Jedes Kind darf seien Geburtstag bei uns feiern.  Wir bereiten ein kleines Geburtstagsfest vor. Das Geburtstagskind darf an seinem Ehrentag die Geburtstagskrone tragen.

Wir backen gemeinsam einen Geburtstagskuchen und singen dem Geburtstagskind, Geburtstagslieder vor.

Wir feiern viele Feste im Jahr, Fasching, Ostern, Sommerfest, St. Martin, Nikolaus, Weihnachten. So bekommen die Kinder ein Gefühl für die Jahreszeiten und durch die zahlreichen Anlässe haben wir immer viele Bastelideen, welche wir eifrig und mit viel Freude anfertigen.

Wenn ein Abschied aus dem Kinderkörbchen ansteht, wird das betreffende Kind schon sehr viel früher auf diesen Tag vorbereitet. Je nachdem ob dann der Übergang zum Kindergarten ansteht oder eventuell auch ein Umzug oder ähnliches, wird viel mit dem Kind darüber geredet und auch Bücher zu dem Thema angeschaut oder gelesen.

Schlafen

Schlafen ist ein Bedürfnis!

Nach einem vollgepackten Vormittag ist eine Ruhephase sehr wichtig für kleine Kinder.

Im Schlaf kann das gelernte verinnerlicht werden und die Kinder können sich für die zweite Tageshälfte regenerieren.

Unser Schlafritual sieht folgendermaßen aus:

  • ·         Nach dem Mittagessen begeben wir uns in unseren Schlafraum. Wir waschen uns die Hände.
  • ·         Die Kinder werden gewickelt und dürfen sich selbst die Zähne putzen.
  • ·         Wir ziehen uns um, die Kinder dürfen Ihren von zu Hause, mitgebrachten Schlafanzug anziehen und sich in Ihr Bettchen legen.
  • ·         Wir lesen eine Geschichte vor und jedes Kind bekommt eine Streicheleinheit bevor wir jedem eine gesegnete Mittagsruhe wünschen.
  • ·         Einer der beiden Tagespflegepersonen bleibt im Schlafraum, während die Kinder schlafen.

·         Kinder, welche von alleine wach werden dürfen nach dem umziehen wieder in den Spielraum. Kinder, welche geweckt werden müssen, werden sanft aus dem Schlaf geholt indem sie gestreichelt werden und leise angesprochen werden.

Pflege, Wickeln

Die Pflege des Kleinkindes ist mehr als „nur“ die vielen Handgriffe, die getätigt werden wollen um das Kind zu säubern und zu pflegen.

Es sind Momente in denen nicht nur bestimmte Handlungen ausgeführt werden, sondern in denen wir ins Gespräch mit dem Kind gehen, in einen Austausch und es auch aktiv einbinden in das Geschehen. Kinder dürfen aus deren Schublade selbst ihre Windel holen und über eine Kindertreppe selbst auf den Wickeltisch klettern. Das Mobile darf auf Wunsch „angetippt“ werden und wir schauen uns während wir das Kind wickeln die „tanzenden Tiere“ an.

Große Kinder, welche nicht mehr auf dem Wickeltisch gewickelt werden wollen, dürfen auf dem Boden gewickelt werden.

Auch unterstützen wir die Windelfreiheit Ihres Kindes, und begleiten es dabei. Wir haben Töpfchen oder auch einen Toilettensitz. Die Kinder können mit Hilfe eines Tritts selbstständig auf die Toilette sitzen.

Qualitätssicherung und Fortbildung

Wir bilden uns regelmäßig weiter. Es werden jährlich pro Tagespflegeperson 5 Fortbildungen gewählt, welche uns in unserem pädagogischen Konzept unterstützen.

Wir haben das ERSTE HILFE SEMINAR am KIND besucht, welches alle 2 Jahre aufgefrischt wird.